Online Konferenz

Online Konferenz

Man kann eine Onlinekonferenz in zwei Bereiche unterteilen, die wesentlich zu dieser Art von Verständigung beitragen -> Internettelephonie und Videokonferenzen. Eine Onlinekonferenz ist ein Zusammenspiel zwischen diesen beiden Begriffen.

Internettelephonie, auch bekannt als IP-Telefonie (Internet Protokoll-Telefonie). Hierbei werden wie bei einem Telefon die Informationen (Sprache; Steuerinformationen) übertragen. Es werden für Internettelephonie ausgelegte Geräte benötigt um eine Verbindung herstellen zu können.

Geschichte:
- 1973 Übertragungen im Arpanet (Advanced Research Projects Agency Network) mittels Network Voice Protocol zwischen PDP-11 Rechnern (16 bit/s Pcs) 3.490 bit/s
- 1980 Vernetzung von EDV-Systemen
- 1989 ISDN(Integrated Services Digital Network) digitale Sprachqualität 64 kbit/s
- 1989 World Wide Web
- 1990 Internetboom
- bis heute hat sich die Übertragungsrate auf ungefähr 6000 kbit/s erhöht.

Funktionsprinzip
Telefongespräche werden in drei unterschiedliche Phasen unterteilt. Als erstes findet ein Verbindungsaufbau statt. Danach startet die Gesprächsübertragung. Am Ende der Unterhaltung gibt es einen Verbindungsabbau.


Videokonferenz ist eine Wählverbindung, die Bild und Ton überträgt. Bei dem Einsatz in Unternehmen werden mehrere ISDN-Leitungen parallel geschaltet. Je mehr Bild und Ton Qualität erforderlich ist, desto mehr Kanäle werden zur besseren Datenübertragungsrate parallel geschaltet. (Bsp.: Ein Kanal -> 64 kBit/s und 2 parallel geschaltete Kanäle -> 2*64 kBit/s= 128 kBit/s)

Geschichte:
- um 1920 Entwicklung parallel zur Entwicklung des Fernsehens
- um 1990 verbesserte Kompressionsmöglichkeiten(digitale Daten) und der PC verbreitete sich, immer mehr ISDN kam zum Einsatz
- heute wird immer häufiger von IP-basierten Übertragungen profitiert

Funktionsprinzip
Die Übertragung funktioniert im Prinzip genauso wie die von der Internettelephonie, nur das hierbei zusätzlich das Bild übertragen wird.
Es gibt unterschiedliche Klassifizierungen. Der H.-Standard ist eine davon. H.-Standards werden von der International Telecommunication Union (ITU) empfohlen. Das sind die Normen für die Kompression. Des weiteren wird ITU weltweit anerkannt. Es gibt aber auch nationale Normen (DIN, RS oder ANSI).

Es sind Empfehlungen für Audio-, Video- und Datenkompression sowie zur Steuerung.

Standard

Beschreibung
H.320
ITU-T Empfehlung (1990), die andere Empfehlungen, mit dem Ziel eine generelle "Videotelefon"-Systemspezifikation (via ISDN) zu erzeugen, zusammenfasst.
H.323
ITU-T Empfehlung (1996), die Video-Systeme und Terminals für Local Area Networks ohne garantierter Bandbreite (Quality of Service) beschreibt. H.323 fasst widerum weitere Spezifikationen zusamen.
H.324
ITU-T Empfehlung (2002), optimiert für die Übertragung via Modem durch Nutzung von H.263(<64kbps)
T.120
Datenaustausch/Program-Sharing wie z.B. Whiteboard-Anwendungen
H.239
Datenkompression
H.221
H.231
H.242
H.243
Steuerung

Nun ein Beispiel für das Zusammenspiel von Internettelephonie und einer Videokonferenz. Skype beinhaltet beide Funktionen, zum Einen ist es wie Telefonieren und zum Anderen wird das Bild des Sprechpartners übertragen.

Skype, stellt verschiedene Dienste zur Verfügung. Das „normale“ Skype kann jeder kostenlos (nur die sowieso anfallenden Internetkosten) nutzen. Es gibt aber auch weitere Funktionen.
SkypeOut ist kostenpflichtig. Man kann vom Computer aus ins Festnetz oder auf Handys telefonieren.
Skypeln ist ebenfalls kostenpflichtig. Bei dieser Funktion kann man vom Festnetz oder Mobilfunknetz aus auf die vorher gekaufte Skypenummer anrufen. Wenn man nicht bei Skype online ist, werden die Anrufe auf das Handy oder auf den Festnetzanschluss umgeleitet. Die Nummer muss die Vorwahl des Wohnortes des Nutzers sein, sonst wird sie nicht zugelassen.

Skype wird verschlüsselt (mit AES-256, Advanced Encryption Standard)

Man kann von allen drei verschiedenen Skypetypen aus SMS verschicken.

Diese Funktionen wurden mit der Zeit eingeführt.
Es läuft genauso wie bei Icq ab. Bei jeder Erneuerung des Icq’s bekommt man neue/mehrere Funktionen zur Verfügung gestellt, als bei der letzten Version.

Es gibt die Möglichkeit schriftlich miteinander zu kommunizieren und die Unterhaltungen zu einem späteren Zeitpunkt wieder abzurufen.
Seit geraumer Zeit kann man mit höchstens 10 Leuten gleichzeitig Konferenzen abhalten.

Die Sprachqualität ist durch die Nutzung von neuen Kompressionsalgorithmen (ILBC) normalerweise besser als bei herkömmlichen Telefongesprächen.

Probleme und weitere Informationen zu Skype:
- „Skype umgeht Firewallbeschränkungen“
- Man kann mögliche Herkunftsorte von Viren nicht identifizieren.
- Es wird infrage gestellt, ob Skype sicher ist, da die Inhaber nicht ihr Programm freistellen. Deshalb sind viele Unternehmen gegen die Nutzung von Skype in ihrem Betrieb.
- übertragt auch bei nicht direkter Nutzung bis zu 1 G-bit/s.

skype.com

10.5.07 12:08

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